Mit Terra Preta zurück zu Gesundheit und intakter Umwelt

Terra Preta – was ist das?

TERRA PRETA – Das ist die holzkohlehaltige schwarze Erde, die vor Jahrhunderten von den Indios im Amazonasgebiet angelegt wurde und bis heute hervorragende Ernteergebnisse ohne Kunstdünger erreicht. Wenn hier von Herstellung der Terra Preta gesprochen wird, ist natürlich gemeint, dass wir die Kompostierung nach Terra Preta Art durchführen. Terra Preta, das Original gibts nur am Amazonas. Auch wenn Terra Preta vergangen und weit weg scheint kann sie jedoch nicht losgelöst von unserer heimischen Natur betrachtet werden. Denn, wie Alexander Humbold vor über 200 Jahren schon sagte: „Alles ist mit allem wie durch tausend Fäden verbunden.“

Terra Preta – Was passiert da?

Kurz: Terra Preta ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders in der Lage, der Pflanze die Nährstoffe, die im Boden sind, verfügbar zu machen. Wie das geht, lesen Sie in meinem Beitrag Mykorrhiza. Weiter erhöht sie das Wasserspeichervermögen und auch die Luftzufuhr (Durchlüftung) im Boden. Der wichtigste Zusatz dafür ist die Pflanzenkohle.

Die Zusammensetzung von Terra Preta

Die alte Terra Preta der Indios besteht neben Holzkohle (auch Pflanzenkohle genannt) auch aus einer Mischung von Dung, Kompost und Tonscherben. Selbst menschliche Fäkalien, tierische Knochen und Fischgräten sind darin zu finden. Meine Herangehensweise ist da eine andere.

Ich selbst sehe nicht die Bestandteile als Ausgangspunkt meiner Versuche, sondern die Funktion eines solchen Humus. Daher ist auch die Zusammensetzung meiner, der Terra Preta nachempfundenen Erde, eine etwas andere. Ich verzichte generell auf Fäkalien und tierische Bestandteile, da sich in meinen Versuchen gezeigt hat, dass es keinen weiteren Einfluss hat. Da die Natur sich selber regenerieren kann, macht es ganzheitlich gesehen keinen Sinn z.B. Fischgräten zu verwenden, wo die Natur keine vorgesehen hat. Bei mir hat alles (soweit ich die Natur verstehe) seinen Platz, wie es die Natur auch machen würde.

Meine Empfehlung Nr.1 um sich mit Terra Preta noch ausführlicher zu beschäftigen. Bitte klick auf das Bild für mehr Infos

Terra Preta – und wie funktioniert das jetzt?

Meine Empfehlung um die Natur ganzheitlich zu betrachten. Bitte klick auf das Bild für mehr Infos

Die Wiederverwendung von Stoffwechselabfällen jeder Art ist eines der Geheimnisse von lebendiger fruchtbarer Erde. Die Rolle der Bodenlebewesen, besonders der Kompostwürmer ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Abgestorbene Pflanzenteile werden in dessen Magen zu hochwertiger Erde umgewandelt. In seinem Kot findet sich durchschnittlich doppelt so viel Kohlenstoff, fünfmal so viel Stickstoff und siebenmal soviel Phosphor wie in normalen Böden.

Um 1840 entdeckte Justus von Liebig die wachstumsfördernde Wirkung von Stickstoff, Phosphat und Kalium auf Pflanzen. Mineraldünger löste den tierischen Dung und die organische Düngung mit Pflanzenrückständen, also Kompost ab. Heute wird immer deutlicher, dass das moderne System immer mehr an seine Grenzen stößt und nicht zukunftsfähig ist.

Durch den Eintrag von Pflanzenkohle in landwirtschaftlich genutzte Böden, lassen sich äußerst positive Auswirkungen auf die Bodenaktivität, Bodengesundheit und Ertragskapazität erzielen. Dabei kommt die Pflanzenkohle nicht direkt in den Boden, sondern wird schon vor der Kompostierung in das zu kompostierende Material eingearbeitet. Durch mehr als verzehnfachte spezifische Oberfläche der Pflanzenkohle wird die mikrobielle Aktivität erheblich gesteigert. Dabei wurden folgende Vorteile für die Bodenkulturen nachgewiesen:

  • Deutlicher Anstieg der Nährstoffversorgung der Pflanze durch erheblichen Zuwachs nützlicher Bakterien.
  • Mykorrhizen an der Pflanzenwurzel nehmen zu und sorgen für eine bessere Mineralstoffaufnahme.
  • Das Wasserspeichervermögen wird verbessert.
  • Sorgt für einen pH-Wert Ausgleich.
  • Verstärkung der Stickstofffixierung im Boden.
  • Verhindert Ausspülungen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser durch Bindung der Moleküle.
  • Bindung von Pestiziden und Schwermetallen.

Meine Kompostierung nach Terra Preta Art unterscheidet sich von der gängigen Lehrbuchmeinung. Ich selbst benutze keine Fäkalien, Tonscherben oder andere tierischen Rückstände. Alles was bei mir zu Terra Preta wird, ist pflanzlichen Ursprunges. Mein Ziel ist Terra Preta auf möglichst einfache und auf – für Sie – nachvollziehbare Weise reifen zu lassen. Ich möchte der Erde die Seele zurückgeben. Daher ist für meine Produkte auch der Name Terra Anima® entstanden. Terra für Erde und Anima für Leben.

In dem ich dem Boden Gutes tue, helfe ich meiner Gesundheit.

Rainer Maché

Mit Seele werden die unzähligen Mikroorganismen, Pilze und Kleinlebewesen gemeint, die die Böden der Erde zum Leben erwecken. Durch Weiterentwicklung in der Terra Preta Technologie ist es uns gelungen eine Erde herzustellen, mit welcher ein Pflanzenwachstum einhergeht, wo selbst wir noch staunen dürfen.

Ein entscheidender Punkt sind die Mykorrhiza Pilze, die in jedem gesunden Boden vermehrt vorkommen. Diese Pilze gehen eine Symbiose mit der Pflanze ein und sorgen daher für ein gesundes und nachhaltiges Wachstum.

Mehr über Mykorrhiza erfahren Sie in meinem Blogbeitrag über Mykorrhiza

Ihr Nutzen bei der Verwendung von Terra Preta

Nutzen Sie den „Terra-Preta-Effekt“ für gesunde Böden ohne Chemie und Kunstdünger, denn gesunde Böden sind die Grundlage für unsere Gesundheit:

  • Gesunde, krankheits- und schädlingsresistente Pflanzen.
  • Vollen Geschmack mit allen Nährstoffen, Vitaminen und bioaktiven Schutzstoffen.
  • Hohe Erträge bei bester Qualität.
  • Bunte Farbenpracht und voller Duft bei Blumen und Zierpflanzen.
  • Außerdem unterstützen Sie den Klimaschutz durch dauerhafte CO²-Bindung in der Pflanzenkohle.

Als wichtiger Punkt ist hier noch die Symbiose der Pflanzenwurzel mit den Mykorrhizapilzen hervorzuheben. Etwa 80% alle Pflanzen gehen eine Symbiose mit diesen Pilzen ein. Mykorrhiza hilft der Pflanze eine bessere Nährstoffversorgung zu aktivieren und aufrecht zuerhalten.

Benutzen Sie Kunstdünger und Pestizide töten Sie das Leben im Boden ab. Aktuell passiert das sehr stark mit Glyphosat.

Unglaublich, dass die Zusammenhänge in der Natur und Nachhaltigkeit schon vor über 200 Jahren thematisiert wurden. Ganz klar meine Empfehlung Nr.3. Bitte klick auf das Bild für mehr Infos

Terra Preta Anwendung

Grundsätzlich gibt es keine größeren Unterschiede, ob Sie die reife Terra Preta in Innenräumen oder in Außenbereichen nutzen. Nachfolgende Empfehlungen können Sie daher problemlos übertragen.

Als Empfehlung für den Ersteinsatz arbeiten Sie 5 bis 20 Liter je m² Beet oberflächlich ein (abhängig von der Bodenqualität und Bepflanzung).

Wenn Sie sehr sandigen oder lehmigen Boden haben, empfehle ich Ihnen je nach Grad ein Mischungsverhältnis – Humus zu Sand  von 1:2. Bei sehr lehmigen Böden können Sie sogar bis 1:1 gehen. Durch die höhere Menge schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die bessere Wasserspeicherfähigkeit lässt den Lehmboden nicht so schnell hart werden und Lebensraum für Bodenleben schaffen Sie außerdem.

Wenn sie den Humus in normaler Gartenerde im Beet oder zur Verbesserung von Blumenerde für Topfpflanzen und Balkonkästen einsetzen möchten, empfehle ich Ihnen ein Mischungsverhältnis von etwa 1:3 (je härter Ihre Erde bei Austrocknung wird, desto mehr Humus können Sie zugeben.) Bei der Neuanpflanzung direkt in das Pflanzloch gegeben, ggf. mit etwas Mutterboden gemischt.

Seien Sie bitte vorsichtig bei Pflanzen, die sauren Boden lieben. Moorbeetpflanzen und solche wie Azaleen, Rhododendren, Heidekraut, Farne, Heidelbeeren und ähnlichen Pflanzen. Hier bitte etwas weniger in den Boden einarbeiten.

Tipp: Ich empfehle Ihnen immer eine Referenzpflanze in Ihrer „alten“ Erde beizustellen um den Unterschied erkennen zu können.

Terra Preta selber herstellen

Die erste und wichtigste Bedingung zur Herstellung von Terra Preta ist Platz. Sie benötigen hierzu unbedingt einen Garten oder ein anderes Grundstück mit Erdboden, auf dem Sie die Kompostmiete errichten. Richtig! Terra Preta stelle ich her, indem ich kompostiere. Ganz normaler Kompost mit einigen Eigenheiten, die für Sie aber einfach nachzuvollziehen sind.

Am besten Sie downloaden sich dazu meinen kostenlosen Kompostratgeber. In diesem beschreibe ich die Voraussetzungen, den Aufbau und die zu durchlaufenden Schritte um am Ende eine gute und reife Terra Preta zu „ernten“.

Als wichtigster Zusatzstoff kommt Pflanzenkohle zum Einsatz. Theoretisch könnten Sie auch die Holzkohle vom Baumarkt nehmen, jedoch rate ich Ihnen von diesem vermeintlichen Schachzug ab.

Der Hauptbestandteil ist Grünkompost aus pflanzlichen Resten. Diese kennen Sie aus Ihrem Kompost. Als letztes kommen noch die ganzen Bodenlebewesen hinzu, die Ihren Kompost zur Terra Preta machen sollen. Diese kommen teils von außen, teils geben Sie siese mit hinzu.

Falls Sie keine Möglichkeit zur Kompostherstellung haben oder vorab die hier gemachten Aussagen überprüfen wollen, können Sie bei uns Terra Anima® Humuserde bestellen.

Bitte beachten Sie, dass sich ein zu hoher Pflanzenkohleanteil im Boden negativ auswirkt!