Terra Preta aus Laubkompost herstellen

Warum Laubkompost herstellen?

Laubkompost (Je nach Laub) gibt durch seine speziellen Eigenschaften die Möglichkeit, an bestimmten Stellen im Garten oder bei bestimmten Pflanzen angewendet zu werden. Normaler Kompost (mit Terra Anima aktivierte Pflanzenkohle) wird immer zu einem pH neutralen Kompost. Laubkompost kann dagegen variieren. Einige Pflanzen lieben sauren Boden, andere basischen Boden. Hier kann Laubkompost punkten.

So einfach wie die Überschrift klingt ist es jedoch nicht. Da ein großer Teil der Funktion der Terra Preta die mit Bodenlebewesen besiedelte Holzkohle ist, wird hier schon klar, dass die Bodenlebewesen erst mal zur Pflanzenkohle vordringen müssen.

Es gibt da drei Möglichkeiten:

  1. Sie besorgen sich reine Pflanzenkohle (ohne Nährstoffe und Leben) und aktivieren sich diese in Ihrem Kompost selber. Grundsätzlich möglich, jedoch sollten Sie darauf achten, was Sie kompostieren. Das Leben, welches sich in der Pflanzenkohle ansiedelt wird mit der Auswahl an Grünschnitt hereingebracht. Das was sie kompostieren, finden Sie dann auch in Ihrer Pflanzenkohle wieder.
  2. Sie besorgen sich bereits aktivierte Pflanzenkohle, welche bereits mit den idealen Lebewesen besiedelt ist. Diese werden dann Ihren Kompost bereichern, so dass wenig Augenmerk auf eine geeignete Auswahl an Grünkompost legen müssen.
  3. Sie besorgen sich einen Pyrolyseofen und stellen sich selbst die Pflanzenkohle her. Dauert länger und die fertige Kohle ist noch nicht aktiviert. Ähnlich unserer Pflanzenkohle für Bokashi

Beim Laubkompost kommt genau hier dies zum Tragen. Sie kompostieren in der Regel eine oder zwei Sorten Laub (die gerade bei Ihnen anfallen). Da ist die Auswahl an weiterem Grüngut zur Aktivierung nicht üppig ist, wird Ihr fertiger Humus nicht für alle Anwendungen geeignet sein. Welches Laub welche Eigenschaften hat, lesen Sie weiter unten.

Große Mengen Herbstlaub gehören nicht in einen gemischten Gartenkompost

Große Mengen Herbstlaub im Kompost funktioniert schon, nur verzögert es den Vererdungsprozess. Als Laubkompost stellt es jedoch eine preiswerte und gute Humusquelle dar. Alles Laub wird im Herbst sorgfältig gesammelt, sofern man es nicht als Mulch unter den Bäumen und Sträuchern liegenlassen will. Hier möchte ich Ihnen jedoch die Vorteile des Laubkompostes erklären und nicht das Kompostieren mit Mischungen.

Laubkompost unterscheidet sich vom normalen Kompost:

  • seine homogene Struktur, das bedeutet Laubkompost wird bei Nässe häufig matschig und nass. Hier kann es unter Umständen faulen und schimmeln. Egal wie sie schichten … Laub liegt hier immer auf Laub. Das können Sie analog zum Rasenschnitt betrachten. Zuviel davon auf einem Haufen wird zu heiß und fault.
  • Ein normaler Komposthaufen hat vielleicht einige Nester, in denen die Rottung langsamer oder schneller abläuft. Hier ist es der komplette Laubkomposthaufen der schnell oder langsam verrottet.
  • Bei einem normalen Komposthaufen bringen Sie verschiedenste Grünschnitte hinein und damit auch verschiedenste Bakterien, Mykorrhiza Pilze und Kleinstlebewesen. Hier beim Laubkompost nur diese, die auch im Laub angesiedelt sind. Ok, es wandern auch einige durch den Kontakt zum Boden hinein, aber das dauert.
  • Ein normaler Komposthaufen wird immer pH neutral reifen. Der pH-Wert von Laubkompost hängt von der Sorte der Blätter und der Mischung ab.
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Birke- und Buchenlaub

Birkenlaub ergibt eine besonders wertvolle Heilerde. Da Birke ein Pionierbaum ist, ist die Wirkung der Erde eine ähnliche. Buchenlaub ist stark kalkhaltig. Als Spezialkompost kann für Beete verwendet werden, oder aber als Beimischung für stark säurehaltige Laubsorten.
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Gutes Laub für Kompost

Neben den Blättern aller Obstbäume lassen sich Linden-, Ahorn-, Hasel-, Eschen-, Weiden-, Ulmen- und Pappelblätter gut kompostieren. Dieses Laub egal ob sortenrein oder gemischt, ergibt in Kombination mit normalem Kompost hervorragende Blumenerde.
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Spezialkompost

Eichenlaub ist stark säurehaltig und zersetzt sich langsam. Es kann entweder mit etwas mehr Kalk (oder Buchenlaub) kompostiert werden, oder es ergibt ohne Kalk einen Spezialkompost für Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren und andere Moorbeet-Pflanzen.

Lesen Sie meinen Beitrag zu Laubkompostversuchen

So funktioniert die Laubkompostierung