Laubkompost selbst herstellen

Laub kompostieren – und so geht es!

Sammeln Sie im Herbst alles Laub in einem Drahtkomposter. So kann es vom Wind nicht verweht werden. Größere Blatter kleben leicht zusammen und verhindern den Luftzutritt. Daher sollten große Blatter vorher zerkleinert werden mit dem Häcksler oder dem Rasenmäher. lm Drahtkorb des Rasenmähers lassen sie sich übrigens auch gut auffangen und sammeln. Ich häcksele nur größere Blätter. Birkenblätter z.B. gebe ich so in den Komposter.

Streuen Sie schon beim Anhäufen im Silo von Zeit zu Zeit etwas Erde und Kalk dazwischen und bedecken das Ganze zum Schluss mit einer ca. 5 cm dicken Erdschicht für den Winter. Ist der Anteil an Buchenlaub sehr hoch, ist das Einstreuen von Kalk nicht erforderlich, da Buchenlaub sehr kalkhaltig ist.  (TIPP: Möhren lieben es kalkhaltig)

Wenn Sie den halbfertigen Laubkompost nicht speziell verwenden wollen, können Sie im Juni des Folgejahres daraus einen Komposthaufen aufbauen. Hierbei sollte jeweils eine Laub- und eine Erdschicht miteinander abwechseln.

Meist ist das Laub zu dieser Zeit schon mit Regenwürmern durchsetzt, die nun mit eingebaut werden und beim Verrotten helfen. Das abgestorbene Laub entwickelt keine Hitze mehr, so dass die Regenwürmer nicht weiter gefährdet sind.
Im Spätherbst des selben Jahres können Sie den Kompost durchsieben. Besser ist es aber, man lässt ihn noch bis zum Frühjahr des nächsten Jahres liegen. Er wird zu einer ausgezeichneten Blumenerde.

Laubkompost mit Lehmzusatz eignet sich auch gut zur Düngung von Zwiebeln. Walnuss-, Kastanien- und Platanenblätter enthalten besonders viele Gerbstoffe und keimhemmende Substanzen, die im Laufe der Rotte freigesetzt werden. Unreifer Kompost aus diesen Laubarten kann daher auf Saatbeeten Keim- und Wachstumsstörungen auslösen.

Lesen Sie meinen Beitrag über Versuche mit Laubkompost.

Metallkomposter, besonders für Laub geeignet. Bitte klick aufs Bild für mehr Infos. Vorsicht, dieses Model ist ohne Deckel und Boden

Dies ist der Deckel und der Boden für die obige Variante. Bitte klick auf das Foto für mehr Informationen.

Diese Laubarten kompostiert man auch nicht mit anderem Laub zusammen, weil dadurch der Rotteprozess verzögert wird. Im Laufe der Humifizierung werden jedoch gerade aus Gerbstoffen wertvolle Humusverbindungen aufgebaut. Als gut ausgereifter Kompost kann er überall im Garten verwendet werden.

Zur Optimierung des Rotteprozesses bei Laub habe ich gute Erfahrungen mit einer Mischung aus 3 Liter Regenwasser und 250 ml Milch (3,5%) gemacht. Das „Milchwasser“ wird in die von oben gestochenen Löcher gegossen.

Vielleicht zum Abschluss noch eine Bemerkung. Ab und zu werden Sie in anderen Tipps lesen, dass Sie Laubkompost in Plastiksäcken oder anderen luftdicht abgeschlossenen Behältnissen reifen lassen können. Sie können das grundsätzlich so machen, empfehlen kann ich Ihnen das jedoch nicht. Ich arbeite nach einem anderen Verfahren ohne Luftabschluss. Sie bekommen hier möglicherweise zu hohe Rottetemperaturen, sowie verhindern Sie das Einwandern der benötigten Bodenlebewesen und später der Kompostwürmer. Dies trägt jedoch erheblich zum Gelingen eines guten Kompostes bei.

Falls Sie sich mal unsicher sind, was Sie tun sollen. Mein Tipp: Orientieren Sie sich an der Natur, sie macht immer alles richtig. Bücher dazu finden Sie auf der Seite Terra Preta.